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Bundesanstalt gegen Arbeit
Zur Situation bei den Arbeitsämtern

24.4.2003 - Artikel von Elisabeth Niejahr in der Zeit:„Es gibt zwei Welten in der Bundesanstalt für Arbeit und ihren 180 Arbeitsämtern: einerseits eine neue Glitzerwelt, in der Vorgesetzte wie Gerster jetzt Vorstand heißen und sich mit modernen Kommunikationsmitteln an ihre Kollegen wenden. In dieser Welt diskutieren engagierte, kompetente Mitarbeiter von morgens bis abends darüber, wie die Ideen des Hartz-Konzepts möglichst schnell Wirklichkeit werden können. Dort müssen Arbeitslose nicht länger in hässlichen Fluren herumsitzen, sondern können Formalitäten am Telefon klären. (…) Doch drum herum existiert noch immer die Alltagswelt der Arbeitsämter. In der haben Vermittler keine Zeit, (...) über Konzepte nachzudenken, weil sie im Schnitt mehr als 600 Arbeitslose zu betreuen haben. Und dabei haben sie noch immer ziemlich wenig Erfolg: In den ersten vier Monaten dieses Jahres habe jeder Vermittler im Durchschnitt gerade einmal 3,35 Arbeitslosen einen Job verschafft, ermittelte der Koblenzer Professor und Arbeitsmarktexperte Stefan Sell anhand interner Daten der Bundesanstalt. Wer einen Job sucht, gelangt (…) nicht etwa an ein Call-Center, sondern muss sich mitunter eineinhalb Tage vergeblich mühen, überhaupt einen Vermittler ans Telefon zu bekommen.“

Link zum Artikel: http://www.zeit.de/2003/18/Bundesanst_f_Arbeit