STELLUNGNAHMEN
 

„Die Menschen in Ostdeutschland werden zu den großen Verlierern gehören“ 
Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg fordert Nachbesserungen an der Arbeitsmarktreform der Bundesregierung

3.6.2003 - Das Diakonische Werk Berlin Brandenburg hat heute eine ausführliche Stellungnahme zur Arbeitsmarktreform der Bundesregierung veröffentlicht. Darin fordert der kirchliche Wohlfahrtsverband die Bundesregierung auf, ihre Vorstellungen zur Arbeitsmarktreform mit Blick auf Ostdeutschland nachzubessern. "Verstärkte Anstrengungen zur Vermittlung von Arbeitslosen in Beschäftigung greifen dort nicht, wo es schlicht an Arbeitsplätzen fehlt", heißt es in dem Papier. Dies sei in weiten Regionen Ostdeutschlands der Fall. Der Gesetzgeber müsse sicherstellen, dass Langzeitarbeitslose oder „Schwervermittelbare“ nicht noch stärker vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt würden als bisher. Das Diakonische Werk stellt fest, dass bereits die bisherigen Maßnahmen zur Reform der Arbeitslosenhilfe die Einkommen zahlreicher Haushalte von Arbeitslosen in Ostdeutschland stark reduziert hätten. Dadurch ginge in strukturschwachen Gebieten wiederum Kaufkraft verloren. "Die Menschen in Ostdeutschland werden, wenn nicht noch erhebliche Veränderungen am Reformkonzept vorgenommen werden, zu den großen Verlierern gehören.", warnt die Diakonie.

Den vollständigen Wortlaut (7 Seiten) können Sie herunterladen: http://www.berliner-arbeitslosenzentrum.de/download/dwbb-stellungnahme.pdf