|
|
FÜR EIN SOZIALTICKET | ||
![]() |
„Preisangebot
völlig inakzeptabel“ Die BVG will das neue Sozialticket für 29 bis 39 Euro verkaufen – Fast 40 000 Unterschriften für ein neues Sozialticket gesammelt – Übergabe an den Senat am 21. September 2.9.2004 -
Pressemitteilung des Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ - Das
Sozialticket soll nach Vorstellungen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
zwischen 29 und 39 Euro monatlich kosten. Das berichtet die tageszeitung
in ihrer heutigen Ausgabe. Bei der 29-Euro-Variante sei ein Zuschuss des
Landes einkalkuliert, die teurere Variante komme ohne zusätzliche
Landesmittel aus. Nach Berechnungen des
Berliner Arbeitslosenzentrums (BALZ) würde das neue Ticket in der
29-Euro-Variante 42,2 Prozent teuerer sein als das zu Jahresbeginn
weggefallene Berlin Ticket S für Sozialhilfeempfänger, das 20,40 Euro
gekostet hat. Das 39-Euro-Ticket wäre gar um 91,2 Prozent teurer. Auch im
Vergleich zum alten Berlin Ticket A für Bezieher von Arbeitslosenhilfe wäre
die Preissteigerung beträchtlich: 23,4 Prozent im Falle der günstigeren
Kalkulation und 66,0 Prozent, wenn das neue Ticket 39 Euro kosten würde.
Das so genannte Arbeitslosenticket hatte 23,50 Euro gekostet. „Das
Preisangebot ist eine einzige Unverschämtheit“, so der Vorsitzende des
BALZ Frank Steger. „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die ohnehin
schon wenig haben, überproportional zur Kasse gebeten werden. Überträgt
man die Preissteigerungen auf die neue BVG-Umweltkarte, dann würde sie
122,37 Euro statt wie jetzt 64 Euro kosten“. Arbeitslosengruppen,
Gewerkschaften und die Diakonie halten weiterhin einen Preis von 10 Euro für
das Sozialticket für angemessen. Die Forderung nach einer bezahlbaren
BVG-Monatskarte für Menschen mit geringem Einkommen findet in der Bevölkerung
offensichtlich große Zustimmung. Am 21. September werden dem Senat fast
40.000 Unterschriften übergeben, die Arbeitslosengruppen gesammelt haben.
Bei der Übergabe um 12 Uhr vor dem Roten Rathaus werden auch der Berliner
Generalsuperintendent der Evangelischen Landeskirche Martin Michael
Passauer sowie Vertreter der Gewerkschaften IG Metall und ver.di anwesend
sein. Weiterer Artikel: Fast
40 000 Unterschriften für Sozialticket gesammelt |
||