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FÜR EIN SOZIALTICKET | ||
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Sozialticket
für 32 Euro? - Streit um Preis hält an 30.9.2004
- ddp-bln - Der Streit um den Preis für das neue Sozialticket hält
an. Nach Informationen der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe) wird
die preisgünstige Fahrkarte ab Anfang 2005 zunächst ein Jahr lang für
32 Euro monatlich angeboten. Anspruch haben demnach die rund 400 000
Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Um mögliche Verluste der
Verkehrsbetriebe auszugleichen, solle das Firmenticket teurer oder ganz
abgeschafft werden. Kritik kam von Grünen, FDP und Gewerkschaften. Die
Sprecherin der Sozialverwaltung, Roswitha Steinbrenner, wollte sich zu den
Angaben nicht äußern. Über den Verhandlungsstand sei Stillschweigen
vereinbart worden, sagte sie. Das Sozialticket gibt es seit Anfang 2004
nicht mehr, weil die rot-rote Koalition den Landeszuschuss von 17,4
Millionen Euro gestrichen hatte. Es kostete bis dahin 20,40 Euro. Eine
Entscheidung über die Neuauflage der Fahrkarte hatte der Senat in dieser
Woche vertagt, weil es noch Gesprächsbedarf gebe. Ein Preis von um die 30
Euro wurde aber indirekt von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg
Junge-Reyer (SPD) bestätigt. Ursprünglich waren öffentlich Summen
zwischen 10 und 54 Euro gehandelt worden. 32
Euro seien immer noch zu teuer für die Bedürftigen, sagte Grünen-Sozialexpertin
Elfi Jantzen. Außerdem dürften nicht attraktive Angebote der BVG wie das
Firmenticket abgeschafft werden. Die Rechnung des Senats mit diesem «faulen
Kompromiss» werde nicht aufgehen, betonte FDP-Sozialexperte
Rainer-Michael Lehmann. Ohne öffentlichen Zuschuss könne kein
Sozialticket für 400 000 Menschen angeboten werden. Für einen «fairen Kompromiss» warb Berlins ver.di-Chef Roland Tremper. Nach Berechnungen der Gewerkschaft dürfe der Preis bei höchstens 15 Euro liegen, um die Betroffenen nicht noch stärker zu belasten. Es wäre «reiner Etikettenschwindel», wenn das Ticket beispielsweise für 30 Euro noch als «sozialpolitische Maßnahme verkauft würde». |
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