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FÜR EIN SOZIALTICKET | ||
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Protest zeigt Wirkung: Sozialticket für BVG und S-Bahn kommt Der Preis von 32 Euro für die Monatskarte ist allerdings noch zu hoch 13.12.2004 – Frank Steger – Berliner Arbeitslosenzentrum - Das Sozialticket, das es seit dem 1. Januar 2004 nicht mehr gibt, kommt nach einem Jahr wieder. Bis zuletzt war unklar, ob der Aufsichtsrat der BVG dem neuen Angebot zustimmen wird. Ab 1 Januar 2005 wird es wieder eine verbilligte Monatskarte für Menschen mit geringem Einkommen geben. Anspruchsberechtigt sind rund 400 000 Berliner, 80 000 hatten das alte Sozialticket genutzt. Monatelang wurde gegen die Streichung von Sozialtarifen in der Stadt protestiert. Im September übergaben aktive Arbeitslose, Gewerkschafter und Kirchenvertreter dem Senat 41 500 Unterschriften für die Forderung nach einem verbilligten Ticket für Arbeitslose und Bedürftige. Die Proteste zeigten offenbar Wirkung. Zuständig für das »Berlin-Ticket S« sind nach Angaben der Senatverwaltung für Soziales die Bezirke. Überwiegend sollen die Bürgerämter die Anträge bearbeiten. Die Berechtigten erhalten von den Ausgabestellen eine Kundenkarte. Mit dieser und einem Passbild können sie dann an den Schaltern von BVG und S-Bahn das Ticket erwerben. Dabei ist ein Personalausweis vorzulegen. Die Gültigkeitsdauer des S-Tickets ist abhängig von der Dauer der Leistungsbewilligung für Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe. Beim Preis für das neue Ticket hagelt es weiterhin massive Kritik. Das Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ) hält 32 Euro für die Monatskarte bei einer Regelleistung von 345 Euro beim Arbeitslosengeld II für viel zu hoch und fordert deshalb gemeinsam mit gewerkschaftlichen und anderen Arbeitslosengruppen Nachbesserungen. Gegenüber dem bis Ende 2003 geltenden Preis von 20,40 Euro ist das neue Ticket um 57 Prozent teurer. Im November bekamen die Mitglieder des Abgeordnetenhauses, des Berliner Senats und des Aufsichtsrats der BVG deshalb Post vom Berliner Arbeitskreis Sozialticket, dem das BALZ angehört. Sie wurden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Ticket künftig deutlich preiswerter angeboten wird. Die Auseinandersetzung um das Sozialticket wird weitergehen. |
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