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Wohnkosten und
ALG II
„Zwangsumzüge müssen vermieden werden“
Offener Brief von Gewerkschaften,
Mietergemeinschaft und BALZ an den Berliner Senat
28.4.2005 - Presseberichten zufolge soll im Streit um die Wohnkosten für
Berliner, die Arbeitslosengeld II empfangen, eine Einigung zwischen der
Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner und Finanzsenator Thilo Sarrazin in Sicht
sein. Beide hätten sich darauf geeinigt, dass die Miethöhe und nicht die
Größe der Wohnung für die „Angemessenheit“ der Unterkunft maßgebend sein
soll. Wie hoch die Miete sein darf, ist allerdings noch nicht geklärt. Der
Finanzsenator will nur Nettokaltmieten akzeptieren, die dem untersten
Bereich des Mietspiegels entsprechen. Außerdem will er eine Höchstgrenze bei
den Betriebskosten festsetzen. Sollte sich Sarrazin mit seinen
Sparvorstellungen durchsetzen, droht vielen Langzeitarbeitslosen und ihren
Angehörigen der Mietzuschuss gekürzt zu werden. Ungewollte Umzüge wären dann
zwangsläufig die Folge.
In einem offenen Brief fordern jetzt Vertreter des Deutschen
Gewerkschaftsbundes und mehrerer Einzelgewerkschaften sowie der Berliner
Mietergemeinschaft und des Berliner Arbeitslosenzentrums die Mitglieder des
Senats auf, in dem Streit um die „Ausführungsvorschrift Wohnen“ die Position
der Sozialsenatorin zu unterstützen, die verhindern will, dass es in Berlin
zu massenhaften Zwangsumzügen durch Hartz IV kommt.
Offener Brief an die Mitglieder des Berliner Senats
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