INFOS ARBEITSMARKT UND SOZIALPOLITIK
 

Geld für Jobs blieb liegen
Arbeitsagenturen haben 2005 fast die Hälfte der Mittel für den zweiten Arbeitsmarkt nicht ausgegeben

21.1.2006 - Viele Arbeitslose hatten im letzten Jahr vergeblich bei der Arbeitsverwaltung nach Fördermaßnahmen nachgefragt. Dabei war durchaus noch Geld für ABM, Qualifizierung und Lohnzuschüsse vorhanden. Einem Bericht des Tagesspiegel von heute zufolge, sind nach Berechnungen der Bundesregierung von den im Jahr 2005 insgesamt 6,55 Milliarden Euro zur Verfügung gestellten Mittel für die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt nur 3,7 Milliarden Euro ausgegeben worden - das sind gerade mal 57 Prozent.

Bei einem Vergleich der Bundesländer zeigt sich, dass Sachsen-Anhalt an der Spitze steht – dort wurden 69,4 Prozent der Gelder verwendet. Ganz am Ende der Skala liegt Schleswig-Holstein mit 39,2 Prozent. Berlin nimmt mit 51,5 Prozent einen mittleren Platz ein.

Das meiste Geld haben die Arbeitsagenturen für Ein-Euro-Jobs ausgegeben - mehr als 1,1 Milliarden Euro und damit knapp ein Drittel der Gelder. Viel seltener werden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) vergeben, dafür wurden nur 3,6 Millionen Euro an Zuschüssen gezahlt.

Quelle:
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/21.01.2006/2303578.asp