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Ein Jahr Hartz IV – Bilanz und Ausblick
Erwerbslosenorganisation fordert Rechtsanspruch auf
unabhängige Beratung
31.1.2006 - In einem bemerkenswerten Beitrag hat Gründungsmitglied und Kopf
des Wuppertaler Erwerbslosenvereins Tacheles e.V., Harald Thomé, vor kurzem
bei einer Anhörung der Fraktion DIE LINKE im Bundestag auf ein Jahr Hartz IV
geblickt. Thomés differenzierte Bilanz greift die Erfahrungen aus der
Beratungsarbeit auf, wie sie auch außerhalb Wuppertals immer öfter gemacht
werden: Die Entrechtung von Erwerbslosen geht einher mit der Entrechtlichung
von Behördenhandeln. Thomé belegt dies anschaulich.
Der Sozialberater fordert vor diesem Hintergrund einen
Rechtsanspruch auf
eine von den Behörden unabhängige Beratung. Zurzeit hätten
Betroffene große Probleme, engagierte und kompetente Unterstützung zu
finden. „Das hat zwei Gründe: die Finanzierung von Beratungsstellen wird
immer weiter zurückgefahren, derzeit brechen bundesweit viele existierende
Beratungseinrichtungen zusammen.“ Andere wiederum würden von den
Sozialleistungsträgern finanziert und wären damit von ihrem Geldgeber
abhängig. Auch unter den Anwälten gäbe es nur wenige, „die bereit und fähig
sind SGB II - Mandate zu übernehmen.“, so Thomé. Die finanzielle Absicherung
behördenunabhängiger Beratung sei zur Wahrung der Sozialleistungsansprüche
der Betroffenen daher dringend notwendig.
Die Rede im Wortlaut finden Sie unter der Adresse:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2006/bundestagsrede_20060109.html
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