SOZIALBERICHTE - SOZIALDATEN
 

Fast jeder fünfte Arbeitslosengeld II-Bezieher war erwerbstätig
Neuer Bericht zur Grundsicherung für Arbeitsuchende

9.3.2006 - Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit - Die Bundesagentur für Arbeit hat erstmals Auswertungen über Erwerbstätigkeit und Einkommen von Arbeitslosengeld II-Empfängern vorgelegt. Danach bezogen im September 2005 2,18 Millionen Bedarfsgemeinschaften neben dem Arbeitslosengeld II weiteres Einkommen. In den meisten Fällen handelte es sich um Kindergeld oder Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Durchschnittlich wurde deswegen das Arbeitslosengeld II um 404 Euro gemindert.

Insgesamt erhielten zu diesem Zeitpunkt 3,87 Millionen Bedarfsgemeinschaften Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende. An jede Bedarfsgemeinschaft wurden durchschnittlich 629 Euro ausgezahlt.

Bei 844.000 oder 22 Prozent der Bedarfsgemeinschaften war Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit auf die Grundsicherung anrechenbar. Da in einigen Bedarfsgemeinschaften zwei oder mehr Hilfebedürftige Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielen, beläuft sich die Zahl der erwerbstätigen Personen auf insgesamt 906.000. Das sind 18 Prozent aller Arbeitslosengeld II-Bezieher. Zum weitaus größten Teil wird das Einkommen in abhängiger Beschäftigung verdient. Im Durchschnitt erzielten Hilfebedürftige durch ihre Erwerbstätigkeit ein Bruttoeinkommen von 629 Euro, davon waren 327 Euro auf die Grundsicherung anrechenbar. Hierbei sind noch die geringeren Freibeträge vor der gesetzlichen Neuregelung berücksichtigt. Von den Personen mit Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielten 51 Prozent ein Bruttoeinkommen unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze von 400 Euro, 19 Prozent verdienten zwischen 400 Euro und 800 Euro und 30 Prozent mehr als 800 Euro.

Der ausführliche Bericht und weitere Berichte können im Internet auf der Statistikseite der Bundesagentur für Arbeit
http://statistik.arbeitsagentur.de unter „Publikationen“ und dann „Sonderberichte“ abgerufen werden.