 |
|
Hartz IV-Leistungsmissbrauch geringer als erwartet
3.6.2006 - Süddeutsche Zeitung - Die Einsparungen durch die
Aufdeckung von Leistungsmissbrauch bei Hartz-IV-Empfängern fallen nach
Ansicht der Bundesagentur für Arbeit geringer aus als von der
Bundesregierung erwartet. Bislang seien lediglich 26 Millionen Euro an
Leistungen zu Unrecht ausgezahlt worden, die nun zurückgefordert würden,
sagte ein Sprecher der Thüringer Allgemeinen zufolge. Nur etwa fünf
Prozent der Langzeitarbeitslosen hätten in der Vergangenheit ALG II zu
Unrecht neben weiteren, nicht angegebenen Einkünften erhalten.
Am Donnerstag hatte der Bundestag das Hartz-IV-Fortentwicklungsgesetz
verabschiedet, von dem sich das Bundesarbeitsministerium allein durch das
Aufspüren von Nebeneinkünften und Vermögen jährlich Einsparungen 500
Millionen Euro erhofft. „Unsere Zahlen können Annahmen von 10, 20 oder 25
Prozent an Betrugsfällen, wie sie in Berlin gelegentlich genannt werden, in
keiner Weise stützen“, wird der BA-Sprecher zitiert.
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,polm2/deutschland/artikel/287/77210/
|
|