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„Kommunal-Kombi“ soll in Berlin 10 000 Jobs für
Langzeitarbeitslose bringen
2.7.2007 - Christine Richter - Berliner Zeitung
In Berlin sollen in den nächsten zwei Jahren zusätzlich 10 000 staatliche
geförderte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose entstehen. Dies kündigte
Arbeitssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei) am Wochenende auf dem
Parteitag der Linken an. Der Senat werde 50 Millionen Euro als
Kofinanzierung für Kombilohn-Programms der Bundesregierung bereitstellen,
sagte Knake-Werner.
Der Bund will mit diesem
Kombilohn-Modell Arbeitslose für zunächst drei Jahre in
sozialversicherungspflichtige Stellen bringen. So sollen Arbeitsplätze zur
häuslichen Betreuung von älteren Menschen oder bei der Integration von
jugendlichen Migranten geschaffen werden. Der Bund finanziert 75 Prozent,
das Land Berlin übernimmt 25 Prozent der Kosten. Laut Arbeitssenatorin
Knake-Werner werden die ersten 350 bis 400 Kombilohn-Stellen noch in diesem
Jahr eingerichtet.
Knake-Werner begrüßte das Bundesprogramm, auch wenn dieses nicht genau dem
Projekt der Berliner Linkspartei entspreche. Die Linkspartei will eigentlich
in Berlin einen öffentlichen Beschäftigungssektor (ÖBS) einführen. Geplant
waren zunächst 2 500 Stellen. Bei diesem Modell sollen
sozialversicherungspflichtige Jobs für Langzeitarbeitslose geschaffen
werden, indem die staatlichen Zuschüsse für Erwerbslose und Mittel aus dem
Europäischen Strukturfonds zusammengefasst und als Lohn gezahlt werden. Da
eine solche Bündelung der Mittel unzulässig ist und die Stellen unbefristet
finanziert werden sollten, verweigert der Bund jedoch seine Zustimmung.
Quelle:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/index.php
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