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Berlin kann mehr gegen Kinderarmut tun!
Berliner Netzwerk legt Forderungspaket vor - Kundgebung am
28.9., 16 Uhr, Schlossplatz
18.9.2007 – Frank Steger – Berliner Arbeitslosenzentrum
Das Berliner Netzwerk gegen Armut und Ausgrenzung, ein Bündnis von
gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen, dem DGB Region Berlin sowie
kirchlichen und diakonischen Einrichtungen, darunter das Berliner
Arbeitslosenzentrum, hat jetzt verschiedene Vorschläge vorgelegt, wie die
Kinderarmut in Berlin bekämpft werden kann.
Im Zentrum des vierseitigen Papiers
„Berlin kann mehr gegen Kinderarmut tun! Gesellschaftliche Teilhabe von
armen Kindern verbessern!“ stehen fünf Forderungen
an das Land Berlin:
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Kinder
früher fördern und die Eltern entsprechend unterstützen! Kita-Besuch ohne
Hürden!
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Schulkosten übernehmen!
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Bezahlbares Schulessen für alle!
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Sozialticket und Sozialtarife für Schülerinnen und Schüler
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„Berlin-Pass“ für ermäßigte Eintritte und Teilhabe an Vereinsport sowie
musischen und künstlerischen Bildungsangeboten!
Das Bündnis fordert darüber hinaus den Bund auf,
endlich eine eigenständige Kindergrundsicherung zu schaffen. Bislang leiten
sich die Regelsätze für Kinder in der Sozialhilfe und für das ALG II nämlich
aus dem Verbrauchsverhalten von Ein-Personen-Haushalten ab, was zu zum Teil
zu völlig absurden Ergebnissen führt. So fließen zwar die Ausgaben für Tabak
in die monatlichen Regelsätze der Kinder mit ein. Für Schulsachen aber sind
0 Cent und für Schreibwaren gerade einmal 1,63 Euro im Monat vorgesehen. Für
Spielwaren werden 0,76 Euro im Monat zu Grunde gelegt. Im wirklichen Leben
geben Eltern im Durchschnitt 15 Euro pro Monat und Kind aus. Kinderkleidung
und Kinderschuhe? Auch sie werden bislang nach den Konsumgewohnheiten von
Singles - und das sind überwiegend Rentner - berechnet.
Hartz IV reicht zu einem Leben, das gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht
nicht aus. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist: Bei Kindern ist mit Hartz
IV noch nicht einmal eine vernünftige Ernährung möglich. 2,55 Euro sind pro
Tag für Essen und Getränke für Kinder bis 14 Jahren vorgesehen.
Ernährungsexperten halten dagegen mindestens vier Euro täglich pro Kind für
notwendig. Weniger ginge zu Lasten der Gesundheit. In Berlin leben 170 000
Kinder in Hartz IV-Haushalten. Es wird Zeit, dass über Kinderarmut nicht nur
geredet, sondern endlich auch gehandelt wird.
Kundgebung:
Gemeinsam gegen Kinderarmut und soziale Ausgrenzung
Freitag, 28. September 2007, 16 Uhr
Schlossplatz in Mitte, 10178 Berlin
U-Bhf. Hausvogteiplatz oder Bus 100 (Haltestelle Lustgarten)
>> Aufruf zur Kundgebung (PDF, 184 KB)
Das Papier „Berlin kann mehr gegen Kinderarmut tun! Gesellschaftliche
Teilhabe von armen Kindern verbessern!“ zum Download:
>> Langfassung 4 Seiten (PDF, 154 KB)
>> Kurzfassung 2 Seiten (PDF, 147 KB)
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