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AKTUELLES - AUFRUF | ||
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Recht
auf Mobilität! Berlin braucht Sozialtarife in Bahnen und Bussen! Aufruf zur Veranstaltung über die Fahrpreispolitik in Berlin am 3. Juni 2004 in der Kreuzberger Passionskirche Menschen mit niedrigem
Einkommen sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Die
Verkehrsbetriebe und der Senat haben jedoch zum Jahresbeginn die ermäßigte
Monatskarte für Sozialhilfeempfangende (20,40 Euro) abgeschafft. Seit
April gibt es auch die Monatskarten für Bezieher von Arbeitslosenhilfe
(23,50 Euro) und für Senioren mit kleiner Rente (38 Euro) nicht mehr. Außerdem
gelten die Einzel-Fahrscheine nur noch für eine Fahrtrichtung. Für immer mehr Menschen in
Berlin sind Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln unerschwinglich. Sie
sehen sich genötigt, entweder gar nicht oder „schwarz“ zu fahren.
Fahren sie ohne Fahrschein, droht ihnen Kriminalisierung und Verschuldung. Zahlreiche Initiativen,
Gewerkschaften und Sozialverbände kritisieren die neue Berliner
Fahrpreispolitik zu Recht als unsozial. Mehr als 25.000 Menschen haben
sich bereits mit ihrer Unterschrift für ein bezahlbares
„Arbeitslosenticket“ eingesetzt. In Bahnen und Bussen kam es zu
Protest-Aktionen, die in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stießen.
Die Forderung nach einem Sozialticket für Menschen mit niedrigem
Einkommen zum Preis von 10 Euro findet zunehmend Unterstützung. Der Senat hat auf die
Proteste reagiert und inzwischen erklärt, dass es ab Januar 2005 ein
neues Sozialticket geben werde. Nach eigenen Aussagen verhandelt er darüber
intensiv mit den Verkehrsgesellschaften. Über den Stand der Verhandlungen
ist aber bislang nichts bekannt geworden. Wir haben Vertreter des
Senat und der Verkehrsbetriebe eingeladen, um Öffentlichkeit herzustellen
und Druck zu machen. Denn: Berlin braucht Sozialtarife in Bahnen und
Bussen – und zwar so schnell wie möglich. Mobilität muss auch für
Menschen mit geringem Einkommen möglich sein. |
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