|
|
FÜR EIN SOZIALTICKET | ||
![]() |
Protest-Kundgebung am 17. Dezember gegen
Fahrpreiserhöhungen für Erwerbslose und SozialhilfeempfängerInnen um über 100 Prozent 15.12.2003 – Aufruf des
Erwerbslosenausschusses der Gewerkschaft verdi , Bezirk Berlin– Mittwoch 17. Dezember um 11.30
Uhr An diesem Tag will der Aufsichtsrat des VBB (Verkehrsverbund Berlin
Brandenburg) Fahrpreiserhöhungen für die Busse, S- und U-Bahnen in Berlin beschließen. Das Arbeitslosen-Ticket (bisher 23,50 Euro im AB-Bereich) und das
Sozial-Ticket (bisher 20,40 Euro) sowie das "Berlin-Ticket" (ermäßigter Einzelfahrschein) sollen ersatzlos gestrichen werden. Für das Sozialticket
streicht der Senat die Zuschüsse um 17,4 Millionen Euro. Die billigste Monatskarte soll ab 1. April 2004 sage und schreibe 49,50
Euro kosten! Mit diesem Ticket darf man montags bis freitags erst ab 10 Uhr die Verkehrsmittel benutzen. SozailhilfeempfängerInnen, die ihre kleinen Kinder zur Schule oder in die
Kita bringen müssen, sperrt man mit diesem "Angebot" schlichtweg aus der Benutzung der Busse und Bahnen aus. Mit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe werden den
ArbeitslosenhilfebezieherInnen ab dem nächsten Jahr die Einkommen um ca. 50 Prozent gesenkt (statistischer Durchschnitt). Denn mit der Einführung des so genannten
"Arbeitslosengeld II" werden die "Leistungen" für die meisten unter dem heutigen Sozialhilfeniveau liegen. Verkehrssenator Strieder will das Arbeitslosenticket streichen, weil es
"keinen Sinn mehr" macht (Berliner Morgenpost vom 26.11.03). Wir empfinden das – vor dem Hintergrund der kommenden Gesetze "Reform" des
Arbeitsmarktes - als absolute Ignoranz und Hohn gegenüber allen Erwerbslosen und SozialhilfeempfängerInnen. Eine Fahrpreissenkung der Monatskarte auf 10 Euro wäre plausibel.
Stattdessen kommt eine Fahrpreiserhöhung von über 100 Prozent! Erwerbslose sagen
Kommt alle zur Kundgebung und bringt FreundInnen und Bekannte mit!
|
||