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„Berliner Erwerbslose müssen mobil sein“
Gewerkschaftlich organisierte Erwerbslose fordern einheitliches Arbeitslosenticket
21.11.2003 - Der „Koordinierungskreis“ Erwerbslosenarbeit in der DGB-Region Berlin appelliert nach Abschaffung des
Sozialtickets „Berlin Karte S“ an die politisch Verantwortlichen in der Stadt, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Das Sozialticket hatten 80 000
Sozialhilfeempfänger in diesem Jahr genutzt.
In dem Schreiben an alle verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses sowie die Senatsverwaltungen Inneres, Stadtentwicklung,
Wirtschaft/Arbeit/Frauen und Gesundheit/Soziales/Verbraucherschutz heißt es, „dass sich Arbeitslose noch intensiver um Jobs bemühen sollen, noch mobiler und noch
flexibler werden“, gleichzeitig aber „von der Mobilität in dieser Stadt ausgegrenzt werden“.
Der Koordinierungskreis fordert deshalb: „Alle Berliner Erwerbslosen benötigen ein ermäßigtes Arbeitslosenticket, das der Senat zusammen mit den im VBB
zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen einrichten soll“.
Im Zuge der Reformvorhaben wird es ab Juli 2004 keine Arbeitslosenhilfe mehr geben. Der „Koordinierungskreis“ fordert vom Berliner Senat einen adäquaten Ersatz für
das abgeschaffte Ticket, denn „die erwerbslosen Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt werden in Zukunft aufgrund der Reformvorhaben in ‘Hartz IV‘ zusätzlich
belastet“.
Der Forderung wird mit Unterschriftenlisten Nachdruck verliehen. Zudem werden am 13. Dezember 2003 auf einer Erwerbslosenkonferenz im DGB-Haus die Reaktionen auf die
Initiative erörtert.
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