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Neue Erwerbslosenstatistik beschlossen.
Quote im Januar statt bei elf nur noch bei 9,2 Prozent

25.2.2004 – Einer Meldung der Tageszeitung Frankfurter Rundschau zufolge, wird eine neue Erwerbslosenstatistik voraussichtlich weitaus weniger Arbeitslose ausweisen als die derzeitige Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Auf Grundlage einer monatlichen Telefonumfrage bei 35 000 Haushalten soll von Herbst an vom Statistischen Bundesamt die neue Statistik ermittelt werden, so das Bundeswirtschaftsministerium. Sie soll das bisherige Zahlenwerk nicht ersetzen, sondern parallel erhoben werden. Anders als die BA-Statistik folgt die neue Methode Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dort wird Arbeitslosigkeit anders definiert als in der BA-Statistik.

Im Ergebnis dürfte die Erwerbslosenzahl nach der neuen Methode um 500 000 bis 600 000 geringer ausfallen als die BA-Arbeitslosenzahl. Grund dafür ist, dass ein Teil der registrierten Arbeitslosen nach LO-Standard nicht als arbeitssuchend gilt. Während die in Nürnberg gemeldeten Jobsuchenden bis zu 15 Wochenstunden arbeiten dürfen, gelten sie nach ILO-Standard bereits von einer Wochenstunde Arbeit an als erwerbstätig. Erwerbslose nach ILO-Standard müssen zudem in den zurückliegenden vier Wochen aktiv nach einer Beschäftigung gesucht haben und für den Arbeitsmarkt sofort verfügbar sein.

Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/wirtschaft_und_boerse/wirtschaft/?cnt=390565