Arbeitsbericht für das Jahr 2010
Beratung -
Fortbildung - Gruppenarbeit
Das Angebot des BALZ wird
überwiegend von Arbeitslosen und Menschen mit geringem Einkommen
wahrgenommen, die auf Leistungen der Arbeitsagentur (SGB III) oder des
Jobcenters (SGB II) angewiesen sind. Informationsgespräche finden
oftmals bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit bzw. vor
Antragstellung statt. Der Vielzahl an Schreiben und komplizierten
Bescheiden, die die Leistungsempfänger erhalten, stehen diese oft ratlos
gegenüber. Die Mitarbeiter des BALZ unterstützen die Betroffenen bei dem
notwendigen Schriftverkehr, auch um die Rechte der Leistungsempfänger zu
wahren, wenn fehlerhafte Bescheide erteilt werden, was leider weiterhin
häufig der Fall ist.
Beratung
Im Berichtsjahr hat der Anteil
an Ratsuchenden, die trotz Arbeitseinkommens aufstockende Leistungen des
Jobcenters beantragen müssen, zugenommen; ihre Fragen umfassen die
Berechnung der Leistungshöhe und die Anrechnung der Einkommen.
Insbesondere Erstattungsforderungen der Behörde sind für Betroffene (und
bisweilen auch für ihre Berater) nur schwer und mühsam nachzuvollziehen.
Im Bereich der Unterkunftskosten ist erkennbar, dass nach einem Urteil
des Bundessozialgerichts das Land Berlin bemüht ist, gerade in diesem
Bereich nachhaltig Leistungen einzusparen.
Arbeitsbericht des Vorstands für das Jahr 2010
Aktionen - Finanzen -
Öffentlichkeitsarbeit – Mitgliederentwicklung
Neben der Geschäftsführung
waren sozialpolitische Projekte, Aktionen und Veranstaltungen ein
wesentlicher Teil der Arbeit des Vorstands.
Kongress zur Zukunft von Hartz IV
Unter dem Motto „Du sollst das
Recht der Armen nicht beugen“ luden wir am 19. Juni in die
Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg ein. Friedhelm Hengsbach, einer
der führenden deutschen Sozialethiker, sprach zum Thema „Das
Menschenbild von Hartz IV“. In Zukunftsforen ging es danach unter
anderem um die Folgen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum
Existenzminimum, die Zukunft der Jobcenter und um die Weiterentwicklung
sozialer Bürgerrechte. In einer Abschlusserklärung sprachen sich die 150
Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen flächendeckenden Mindestlohn
von 8,50 Euro, eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze sowie die
Erweiterung sozialer Bürgerrechte aus.
Aktion
„Irren ist amtlich – Beratung kann helfen!“
Nach 2007, 2008 und 2009 waren
wir auch im Berichtsjahr mit dem Beratungsbus der Wohlfahrtsverbände
wieder sechs Wochen auf Beratungstour vor den Berliner Jobcentern. Die
mobile Beratung, die vom 21. Juni bis zum 30. Juli dauerte, erfolgte
erneut in Kooperation mit der Liga der Wohlfahrtsverbände und
verschiedener Sozialberatungsstellen in den Bezirken. Die im Dezember
2009 gegründete Landesarmutskonferenz Berlin unterstützte die Aktion als
neuer Partner.
» Download des vollständigen Berichts des BALZ-Vorstands