Der Lügenauftakt der Sozialstaatsreform
Ein paar Tipps vom BALZ
Die Kampagne gegen das Bürgergeld wird immer absurder. Zahlen werden gefälscht, verdreht und in unrealistische Kontexte gestellt. Der Bundeskanzler forderte jüngst von den Aufstockern, dass sie doch gefälligst für 2000 Euro im Monat arbeiten sollen. Wir fragen uns, kennt er den Mindestlohn? Kennt er überhaupt die Lebenssituation von Langzeitarbeitslosen? Hat er jemals ein Jobcenter von innen gesehen? Möchte er genauso, dass völlig unwissende Menschen über seine Lebenssituation urteilen?
Wir empfehlen Ihm die neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die belegt das Bürgergeld immer niedriger ist als der Mindestlohn.
Wir empfehlen ihm die neue Studie der EFAS, die belegt was wirklich Langzeitarbeitslose bei der Arbeitsmarktintegration behindert und was ihnen helfen würde.
Wir empfehlen ihm den aktuellen Beitrag des ZDF, der belegt das der Sozialstaat NICHT teurer wird.
Und zu guter letzt empfehlen wir ihm einen schönen Beitrag mit unserem Vorstandsmitglied Thomas De Vrachoi auf Deutschlandfunk, dem er viele Erfahrungen und Informationen über Armut in Deutschland entnehmen kann.
Es bestehen genügend Ressentiments und falsche Annahmen über Armut in unserer Gesellschaft. Die sollte ein verantwortungsbewusster Bundeskanzler nicht noch verstärken. Wir hoffen, dass es in den nächsten Monaten wieder um die Sache geht, denn nur konstruktive Debatten helfen auch den Hilfsbedürftigen.