
Das BALZ ruft auf zum Tag der Arbeit am 1. Mai!
Hierzu veröffentlichen wir die Pressemitteilung der
Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz:
Niemanden zurücklassen
Soziale Spaltung in Berlin und Brandenburg wächst:
Diakonie sieht Handlungsbedarf für armutsfeste Absicherung und stärkere soziale Infrastruktur
Anlässlich des Tags der Arbeit richtet die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz den Blick auf die Situation von Menschen ohne Erwerbsarbeit und prekär Beschäftigten. Vor dem Hintergrund steigender Armut, geplanter Einschnitte in der sozialen Infrastruktur und der Reform der Grundsicherung plädiert der Verband für eine konsequente Stärkung sozialer Dienste, verlässliche Absicherungssysteme und eine differenziertere Wahrnehmung von Armut und sozialer Benachteiligung.
„Der Tag der Arbeit ist ein Tag der Solidarität auch mit denjenigen in der Hauptstadtregion, die nicht erwerbstätig sind“, sagt Diakonie-Direktorin Dr. Ursula Schoen. In Berlin gilt rund jede fünfte Person als armutsgefährdet; Kinder- und Altersarmut liegen weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. Viele alleinerziehende Familien und Eltern mit Migrationsgeschichte sind arm trotz Arbeit, weil das Einkommen nicht zum Leben reicht. Steigende Wohn- und Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation vieler Haushalte zusätzlich. In Brandenburg zeigen sich strukturelle Defizite etwa bei der Beratung und Versorgung wohnungsloser Menschen oder bei sozialen Beratungsangeboten. „Hier spielt die soziale Infrastruktur eine zentrale Rolle. Beratungsstellen und niedrigschwellige Unterstützungsangebote ermöglichen maßgeblich soziale Teilhabe sowie Prävention von Armut, Überschuldung und Wohnungslosigkeit, und stabilisieren früh individuelle Notlagen. Eine verlässliche Refinanzierung der bestehenden Angebote sowie die Schaffung von Angeboten in unterversorgten Regionen können ihre Wirksamkeit sichern und verstärken.“

Zahlen aus 2025
Das BALZ lindert die Armut in Berlin mit professioneller Beratung
Das BALZ-Team hat 9037 Beratungen im letzten Jahr durchgeführt. Hiervon waren 5349 weiblich, 3503 männlich, 24 divers und 161 Personen machten keine Geschlechtsangabe. 1164 Personen wurden über das Beratungsportal der Diakonie online beraten. Von den Ratsuchenden waren 2190 erwerbstätig und mussten ihr geringes Gehalt mit Bürgergeld aufstocken.
Im Rahmen des von SENASGIVA geförderten Projektes "Unabhängige Erwerbslosenberatung" wurden 6988 Beratungen durchgeführt. 2049 Beratungen fanden in den Selbsthilfegruppen des „Treffpunktprojektes“ statt.

Januar 2026
Save the date:
Online-Veranstaltung
„Jobcenter.digital – vertane Chance oder Zukunft der digitalen Sozialleistungen?“
am 10. Februar 2026, 15:00 bis 17:00 Uhr
Die Zugänge zu Sozialleistungen werden immer digitaler. Auch die Jobcenter sind dabei ihren Online-Service Jobcenter.digital auszubauen. In der Online-Veranstaltung schauen wir auf Chancen sowie Herausforderungen von Jobcenter.digital.

Das Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ) kooperiert seit 1. September 2025 mit dem Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA)
Die Beratungsteams vom BALZ und BEMA kennen sich seit Jahren, verweisen Fälle zueinander und treffen sich beim BALZ im Arbeitskreis Arbeitslosenberatung. Nun wurden die Aufgaben beider Beratungsstellen geschärft, Kompetenzen gebündelt und die enge Kooperation intensiviert. Henning Kruse (Geschäftsführer Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg - auf dem Bild ganz links) und Dr. Kai Lindemann (BALZ Geschäftsführer und Projektleiter - zweiter von links) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Außerdem hat das BALZ am Standort der BEMA einen Beratungsraum angemietet und kann somit nun auch Präsenzberatungen im Süden der Stadt anbieten. Sven Meyer (arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD im Abgeordnetenhaus - dritter von links) hat die Kooperation zum Anlass genommen mit beiden Trägern ins Gespräch zu kommen. Dabei war auch die BEMA-Projektleiterin Svenja Ketelsen - vierte von links).

Der Lügenauftakt der Sozialstaatsreform
Ein paar Tipps vom BALZ
Die Kampagne gegen das Bürgergeld ist absurd. Zahlen werden gefälscht, verdreht und in unrealistische Kontexte gestellt.
Wir empfehlen die neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die belegt das Bürgergeld immer niedriger ist als der Mindestlohn.
Wir empfehlen die neue Studie der EFAS, die belegt was wirklich Langzeitarbeitslose bei der Arbeitsmarktintegration behindert und was ihnen helfen würde.
Wir empfehlen den aktuellen Beitrag des ZDF, der belegt das der Sozialstaat NICHT teurer wird.
Und zu guter letzt empfehlen wir einen Beitrag mit unserem Vorstandsmitglied Thomas De Vrachoi auf Deutschlandfunk, dem viele Erfahrungen und Informationen über Armut in Deutschland entnommen werden kann.
Es bestehen genügend Ressentiments und falsche Annahmen über Armut in unserer Gesellschaft. Wir hoffen, dass es in den nächsten Monaten wieder um die Sache geht, denn nur konstruktive Debatten helfen auch den Hilfsbedürftigen.
Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit
Das BALZ im Deutschlandfunk Kultur
Almut Bellmann, Superintendentin des Berliner Kirchenkreises Nordost, hat für den Deutschlandfunk Kultur einen Beitrag mit dem Titel "Wie Arbeit Sinn schenkt, Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit" gemacht, der am 1. Mai morgens um 7:05 lief. Dort interviewt sie drei Mitarbeitende des BALZ, fragt nach ihren Eindrücken und Erfahrungen aus der Beratung von Arbeitslosen und Geringverdienern. Schnell wird deutlich, dass Arbeit nicht nur individuelle Erfüllung bringen muss, sondern auch gesellschaftliche Anerkennung. Zudem ist es wichtig, Hilfsbedürftigen mit Respekt und Entgegenkommen zu begegnen, so wie es dem Verständnis von Nächstenliebe entspricht. Wer Hilfsbedürftige diffamiert und ausgrenzt, sie als Last empfindet, spaltet unsere Gesellschaft, denn die alleinige Konsequenz ist, dass diese Menschen sich enttäuscht von den Institutionen und der Gesellschaft abwenden.

Benefizkonzert der Otto-Sinfoniker für das Berliner Arbeitslosenzentrum
Am Sonntag, den 6. April 2025 laden wir Sie herzlich um 18:00 Uhr in die Pauluskirche, Kirchstraße 6 in Berlin-Zehlendorf zu einem wunderschönen Konzertabend ein.
Unter der Leitung von Nóra Fuezi spielt das stadtbekannte Orchester Werke von Antonin Dvorák, Cécile Chaminade und Joseph Suk.
Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit des Berliner Arbeitslosenzentrums sind erbeten.
Fotos des Konzerts finden Sie auf der Seitet des BALZ-Taxisoziallotsen.

Das zweite Taxifilmfest startet auf dem Boulevard der Stars
Zeitgleich mit der Berlinale zeigt das Taxifilmfest mit 5 Spielfilmen und 59 Kurzfilmen die anstrengende und oft abenteurliche Arbeit in Taxis weltweit. Das Programm wurde aus 1640 Einreichungen ausgewählt. Die Themen der Filme reichen von Liebe und sozialem Drama bis zu Robotik und zeitreisenden Taxis in der unmittelbaren und fernen Zukunft.
Das Taxifilmfest stellt der Öffentlichkeit die Bedeutung der Taxikultur für eine lebenswerte Stadt vor. Es gibt viele Taxiwelten, so unterschiedlich wie die Kulturen der Welt. Sie zu entdecken, lädt das Taxifilmfest ein. Taxifahrerinnen und Taxifahrer sind wie Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen. Das BALZ unterstützt die Aufklärung über die Wirklichkeit der arbeitenden Menschen weltweit. Als politisches Filmfestival setzt sich das Taxifilmfest für Gute Arbeit, für geregelte Einkommen, sichere und angenehme Arbeitsbedingungen ein.
Details und allle Termine finden Sie auf
Beratung zu Arbeitslosengeld und Bürgergeld
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