Arbeitsberichte für das Jahr 2015

Arbeitsbericht der Mitarbeiter/-innen zu Beratung, Fortbildung und Gruppenarbeit

Die offizielle Arbeitslosenquote in Berlin lag im Jahre 2015 mit durchschnittlich 10,7 % weiterhin erheblich über dem offiziellen Bundesdurchschnitt von 6,4 %. In unserer Stadt bezogen rund 562.000 Menschen Arbeitslosengeld II. Sie bestritten damit ihren gesamten Lebensunterhalt oder mussten mit dieser Sozialleistung ein zu geringes Einkommen aufstocken.

In unserer Einrichtung macht sich ein spürbarer Wandel bemerkbar: Standen sich in früheren Zeiten – bildhaft gesprochen – ein Vollzeitbeschäftigter und ein Arbeitsloser gegenüber, so beziehen heute zwei Teilzeitbeschäftigte aufstockende Leistungen des Jobcenters. Auch viele Beschäftigte oder auch selbstständig Tätige benötigen deshalb die Beratungsangebote des BALZ. Wir beraten zu Leistungen des Jobcenters und der Arbeitsagenturen.

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Arbeitsbericht des Vorstands zu Aktionen, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederentwicklung

In diesem Jahr standen erneut die Probleme von SGB-II-Leistungsberechtigten, die erwerbstätig sind, im besonderen Fokus unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Der Anteil sogenannter Solo-Selbstständigen an allen Selbstständigen in Berlin liegt mit 75 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig liegen die (persönlichen Netto-)Einkommen von 50.000 Solo-Selbstständigen in Berlin unter 900 Euro im Monat. Dieser Personenkreis ist in der Regel auf ergänzende Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld II angewiesen. Selbstständige stellen mit gut 18 Prozent einen hohen Anteil an den erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Empfängern in Berlin. Die Anrechnung von Einkommen Selbstständiger im SGB II erweist sich in der Praxis als besonders konfliktträchtig. Die Betriebsausgaben müssen „in einem angemessenen Verhältnis“ zum Leistungsbezug stehen. Die Bewilligung erfolgt lediglich vorläufig.

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